Belize City Downtown

Mit dem Bus zu Belize Telemedia Limited um eine SIM Karte für Belize zu besorgen. Von da zu Fuß nach Down Town Belize City und das Belize Museum besucht. Anschließend zum Haare scheiden bei „Pinos Barbershop“. 

Heute wollte ich mir mal eine SIM Karte besorgen, damit ich auch, wenn ich unterwegs bin in Belize, im Internet recherchieren kann.

Man hat mir gesagt, dazu würde ich am Besten zum „BTL-Office“ gehen, wo es einen „DigiCell“-Schalter gibt, an dem ich eine SIM Karte für Belize bekommen könnte.

Eigentlich wollte ich mit dem Taxi dort hin fahren, aber nachdem ich mitbekommen habe, dass man auch gut mit dem Bus in Richtung City fahren kann, habe ich mich an die Bushaltestelle gestellt.

Die war direkt vor einem großen Department-Store unweit der Villa Boscardi an der Hauptstraße gelegen.

Eine nette Frau hatte mir gesagt, wo ich wieder aussteigen sollte und dass ich das Entgelt für die Fahrt erst beim Verlassen des Busses dem Fahrer in die Hand drücken müsse – maximal 1-2 Belizian Dollar, am Ende war es ein Dollar.

Ich bin dann an der entsprechenden Stelle an einer großen Kreuzung ausgestiegen, von der die St. Thomas Street abging, in der sich das BTL-Office befindet.

Die genaue Adresse lautet: DigiCell, P.O. Box 603, 1st St. Thomas Street, Belize City, Belize.

BTL Belize Telemedia Limited Logo Belize City

Man kann das Gebäude nicht verfehlen. Davor stehen hohe gerade Palmen und die Fassade hat Farbelemente aus dem BTL-Logo. Im Hof hinten links ist ein kleiner flacher Bau, an dem das Logo der Telefongesellschaft prangt.

BTL Belize Telemedia Limited Öffnungszeiten Belize City

In dem Office der Belize Telemedia Limited befindet sich gleich rechts der Schalter von DigiCell, der besten Mobilfunk-Company von Belize. Man sagt, sie hätten das schnellste Netz.

Ich habe dann nach einem Internet-Package gefragt und die freundliche Dame hat mir folgendes Info-Blatt zugeschoben:

BTL Belize Telemedia Limited Data-Package Belize City

Ich habe mich für das XXL Paket entschieden für 45 Belize Dollar, was etwa 22,50 US Dollar sind bzw. knapp 20 Euro.

Dazu kommt noch eine einmalige Einrichtungsgebühr von umgerechnet 10 Euro, also insgesamt 30 Euro und ich kann sorgenfrei online gehen auch ohne WiFi-Zone.

Das ist es mir Wert! Und er ganze Ablauf war dazu höchst unkompliziert. 


Was man bei solchen Aktionen allerdings immer dabei haben sollte, ist der Reisepass. Hier hätte wohl auch ein Führerschein genügt, aber der Pass ist immer besser, weil man die Akzeptanz vorher ja nicht kennt.


Jetzt konnte ich mit dem iPhone auch gleich meine Position bestimmen und da ich gar nicht mehr so weit weg war von Downtown Belize City, hab ich einen Spaziergang entlang der Hauptstraße gemacht.

Das hatte auch den Vorteil, dass ich wesentlich mehr gesehen habe.


Es gibt hier tatsächlich sehr viele alte Holzhäuser. Allen gemein ist, dass sie wohl schon besser Zeiten gesehen haben.

Auch die Farbe kann über kann darüber nicht hinwegtäuschen. Schön anzusehen sind sie allemal, aber es stellt sich die Frage, ob man gern darin wohnen würde, wenn man weiß, dass auch mal starke Stürme die Küste von Belize treffen können.


Ich hatte ja den Begriff „Villa Kunterbunt“ schon einmal verwendet. Aber hier war jetzt ein Gebäude, das absolut so ausgesehen und mich an Pippi erinnert hat.

“Villa Kunterbunt” Belize City

Es war aber anscheinend unbewohnt und dem langsamen Verfall preisgegeben.


Mein Weg hat mich weiter Richtung Stadtzentrum geführt. Ich habe dabei noch einen kurzen Schlenker gemacht, weil ich mal die Küstenlinie sehen wollte.

Küstenpromenade Belize City

Aber hier an der „Bhojwani Promenade“ war es ähnlich wie in Buttonwood Bay, irgendwie nicht so einladend.

Bhojwani Promenade Belize City

Ich bin dann wieder Richtung Down Town abgebogen und auf einmal stand ich vor dem „Belize Museum“. 

Tor zum Belize Museum Belize City

Das stand zwar nicht auf meiner Besichtigungsliste, aber wenn ich schon mal da war, dachte ich, dann kann man auch hinein gehen.

Belize Museum Belize City

Das Museum war ursprünglich mal ein Gefängnis, vor allem für Sklaven. Heute beherbergt es ein kleines Museum, dass sich im rechten unteren Bereich mit dem Thema der Sklaverei auseinandersetzt und im linken Trakt eine kleine Art Gallery untergebracht hat und eine Münz- bzw. Geldscheinsammlung.


Belize Museum Themenbereich Sklaverei Belize Stadt

Im oberen Stockwerk befindet sich noch eine Ausstellung zur Geschichte der Maya in Belize.


Der Eintritt kostet 5 US Dollar.


Ich bin dann erstmal durch die Abteilung, die sich mit dem Thema der Sklaverei beschäftigt hat. Hier konnte man beispielsweise erfahren, aus welcher Region Afrikas die meisten Sklaven hier in Belize stammten.


Belize Museum Themenbereich Sklaverei Belize Stadt

Es gab alte Karten von Belize auf denen man sehen konnte, wo die Sklaven in der Stadt mal untergebracht waren

Belize Museum Themenbereich Sklaverei Belize Stadt

Was ich ganz spannend fand, war ein Teil der Ausstellung, der sich mit der Mythologie und mit Geschichten beschäftigt hat, die man sich heute noch in Belize erzählt und die ihre Wurzeln ursprünglich in Afrika haben.

Belize Museum Themenbereich Sklaverei Belize Stadt

Anhand gleicher Worte und Bedeutungen könnten man diese Geschichten zuordnen, für mich immer ein spannendes Thema.

Belize Museum Themenbereich Sklaverei Belize Stadt

Bei der „Anansi“ Spinnengeschichte fanden sich Beispielsweise Parallelen zu Volksgruppen im Afrikanischen Ghana.

Belize Museum Themenbereich Sklaverei Belize Stadt

Ich habe mir danach auch noch die Ausstellung der Maya angeschaut. 

Viel gab es allerdings nicht zu sehen. Es gibt Zeichnungen von Mayapyramiden, wie diese von Cuello im Orange Walk District.

Zeichnung zu Cuello im Orange Walk District
Beschreibung der Zeichnung zu Cuello im Orange Walk District

Auch ein großes Stein-Relief war hier zu sehen, das wohl eine wichtige Maya-Persönlichkeit zeigt.. Ob es ein Original oder eine Replik war, konnte ich leider nicht herausfinden.

Maya Relief im Belize Museum Belize City

Alles in allem muss man sagen, man muss nicht unbedingt hier hinein. Die 5 US Dollar sind auch ein bisschen viel, für das was man geboten bekommt.


Was mich aber am Ende gefreut hat war, dass die nette Dame vom Museumsshop mir Briefmarken für meine Postkarten verkauft hat, ohne irgendeinen Aufpreis zu nehmen.


Von da bin ich dann weiter Richtung Stadtmitte gelaufen.

Im Stadtzentrum angekommen habe ich dann erstmal nach einem „Barbershop“ gesucht, denn ich wollte doch noch dringend zum Friseur bevor ich aufs Tauchschiff gehe.

Nicht damit ich besonders hübsch aussehe, wenn ich irgendwelchen Haien begegne – ich hasse es nur, wenn ich mehr als 2-3 mal mit dem Handtuch rubbeln muss, bis die Haare trocken sind – und ich geh davon aus, dass dieser Tauchtrip ein nasses Unterfangen wird.


In einem Laden, in dem ich gefragt habe hat man mir gesagt, ich solle in die „Kingstreet“ zu „Pino’s Barbershop“.


Pino’s Barbershop Kingstreet Belize City

Die Kingstreet war eben so schnell gefunden wie der Laden und als ich hereintrat, war Pino grad bei der Arbeit.

Pino’s bei der Arbeit in seinem Barbershop in Kingstreet Belize City

Ich habe mich dann erstmal hingesetzt und gewartet, bis ich an der Reihe war.

Das hat allerdings etwas gedauert, weil der Junge, der grad auf dem Stuhl saß, nur einer von vier Kandidaten war, die alle noch eine neue Frisur vor Weihnachten bekommen sollten.


Das Warten war aber eigentlich sehr unterhaltsam, nachdem ich mit der netten Lady ins Gespräch gekommen war, die die Jungs hierher gebracht hatte.

“Marj” war die Mutter von zweien der Jungs und die Tante von den anderen beiden.

Wir haben uns prima unterhalten und irgendwie hab ich mich in dem kleinen Laden zum ersten mal ein wenig vertraut gefühlt, denn es war das erste wirkliche Gespräch mit Einheimischen außerhalb der Villa Boscardi.

Marj und ihre Family in Pino’s Barbershop in Kingstreet Belize City

Als die ganze Familie durch war gab’s noch ein Gruppenfoto und dann war ich dran.

12 Belizian Dollar, also ca. 5 Euro waren super günstig und absolut gut angelegt. Pino hatte guten Job gemacht uns ich hab ihm versprochen ihn in meinem Blog zu erwähnen, falls wieder mal jemand einen Herrenhaarschnitt braucht in Belize City.

Peters Sticker an Pino’s Barbershop in Kingstreet Belize City

Und damit derjenige gleich weiß, dass er hier an der richtigen Adresse ist, hab ich noch einen Sticker am Eingang hinterlassen. 


Anschließend bin ich noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, um mir einen besseren Überblick zu verschaffen.


Dabei kam ich dann noch am diesem Hindutempel vorbei.

Hindu Tempel Belize City

Und am alten „Clock Tower“ aus dem Jahr 1924.

Clock Tower Belize City

Ich hatte dann noch vor, am Fähr-Terminal vorbeizuschauen, denn wenn ich von meinem Tauchausflug zurückkomme, möchte ich ja noch nach San Pedro und auf die Insel Caye Caulker.

Dabei bin ich wieder über die kleine Brücke gekommen, die über den Belize River führt und Belize City in zwei Teile teilt.

Brücke über den Belize River Belize City

Vorbei am alten Postoffice ging die Straße dann weiter Richtung Wasser.

Postoffice Belize City

Nicht weit von hier hab ich dann das Terminal erreicht, dass man schon an seinem großen „Hinweisschild“ erkennt.

Belize Express Wassertaxi Hinweistafel Belize City

Hier gibt es etliche Souvenier-Läden und auch kleine Restaurants. Ganz am Ende zum Wasser hin auf der rechten Seite befindet sich dann der Schalter vom „Belize Express – Watertaxi“.

Belize Express Wassertaxi Logo Belize City

Hier kann man die Abfahrtszeiten erfragen und auch Tickets kaufen. 

Belize Express Wassertaxi Fahrplan Belize City

Man kann von hier aus nach San Pedro fahren, oder auch nach Caye Calker übersetzten.

Belize Express Wassertaxi Fahrplan und Kontaktnummern Belize City

Alle Infos gibt es auch im Netz unter: www.belizewatertaxi.com

Nachdem ich all meine Informationen zusammen hatte, hab ich mir dann ein Taxi genommen und bin zurück nach Buttonwood Bay.

15 Belizian Dollar wollte der Fahrer und hat auch nicht mit sich handeln lassen, aber umgerechnet 7 Euro waren auch ok.

Er hat mich dann beim „Friendship Chinese Restaurant“ herausgelassen, denn so langsam hat sich ein wenig Hunger bei mir eingestellt.

Heute gab es „Fried Rice mit Chicken“. Als die Frau am Tresen mich gefragt hat, ob für 9 oder für 14 Dollar, habe ich mal lieber nur die 9 Dollar Version genommen, denn ich hatte schon den Verdacht, wie das ausfallen würde.

Und tatsächlich, auch die vermeintlich „kleine Portion“ war riesig und kaum zu schaffen.

Fried Rice im Friendship Chinese Restaurant

Mit einem leckeren kalten Belkin Bier ging es aber gut runter und ich bin mit vollem Bauch zurück zur Villa Boscardi.

Belkin Bier im Friendship Chinese Restaurant

Hab dann noch ein bisschen Bilder gesichtet und Bericht geschrieben und bin dann zufrieden eingeschlummert.


Morgen und Übermorgen, also am 20. und 21. Dezember 2018 werde ich nur in der Villa bleiben. Es gibt noch einiges aufzuarbeiten und zu planen für die Zeit, wenn ich vom Schiff und meiner Tauchtour durch die Inselwelt Belizes am 29. Dezember 2018 zurückkomme.

Da es auf dem Schiff kein Internet gibt, wird man in dieser Zeit auch nichts von mir hören – nehm ich mal an.


Also dann … allen eine schönes und gesegnetes Weihnachtsfest und schon mal alles Gute für 2019.