Guadeloupe

Kleiner Stadtrundgang in „Pointe à Pitre“ und chillen auf dem Schiff.

Als heute wieder, wie jeden Morgen, um 7.00 Uhr der Wecker geklingelt hat, war das Schiff zwar noch unterwegs, aber man konnte die Insel Gouadeloupe bereits sehen (zumindest in den Außenkameras des Schiffs über das Bordfernsehen).

Graffiti Pointe à Pitre Guadeloupe

Wir haben zwar eine Innenkabine, aber da man sämtliche Außenkameras des Schiffes auf den Kabinenmonitor holen kann, weiß man immer was draussen los ist und ob es regnet oder die Sonne scheint.

Früher dachte ich mal, dass ich nie in einer Innenkabine schlafen könnte, weil ich ja leicht Platzangst bekomme, aber irgendwie macht es mir hier gar nichts aus.

Das sage ich allerdings unter Vorbehalt, denn wir hatten immer extrem ruhige See auf unserer Reise. Ich möchte nicht wissen, wie es sich anfühlt, wenn man bei hohem Seegang in der Kabine hin und her geworfen wird, ohne dabei seinen Blick am Horizont verankern zu können.


Als wir mit dem Frühstücken fertig waren, lag das Schiff bereits am Hafen von Pointe à Pitre.

Dieses kleine Städchen liegt ziemlich genau in der Mitte bzw. der engsten Stelle der Insel. Man sagt Guadeloupe sieht von oben aus wie ein Schmetterling.

Die Insel, die ein französisches Überseedepartement ist, und damit vollwertiges EU Mitglied, besteht aus zwei Insel-Teilen, die durch eine Landmasse verbunden sind.

Die hügeligen Insel Grande-Terre wo es lange Strände gibt und Zuckerrohrfelder auf der einen Seite und die kleinere Insel Basse-Terre, auf der sich der Parc National de la Guadeloupe mit seinen Wasserfällen von Carbet und dem Vulkan La Grande Soufrière befindet.

Dann gibt es noch die kleineren Inseln Marie-Galante und La Désirade.


Nach all den anderen Inseln, die wir besucht haben und die entweder holländisch oder englisch geprägt waren, was vor allem auch die Sprache anbelangt, so haben wir hier eine rein französischsprachige Insel.

Graffiti Pointe à Pitre Guadeloupe

Es ist kein Geheimnis, dass die „Grand Nation“ sich noch immer weitesgehend davor verschließt anzuerkennen, dass die alles verbindende Weltsprache nunmal Englisch ist und nicht Französisch.

Und so ist es eben auch auf Guadeloupe. Die erste Freude, sozusagen temporär wieder europäischen Boden zu betreten und dabei auch noch das europäische Mobilnetz nutzen zu können verflog recht schnell wieder.

Roaming eingeschaltet und alles war langsamer, als das Bordnetz unseres Schiffes. Man konnte weder eine Seite im Internet öffnen, noch eine App aktualisieren.


An den Souvenierständen, die gleich am Pier aufgebaut waren, haben wir versucht Postkarten zu finden – ohne Französisch zu sprechen fast unmöglich.

Dabei könnte man doch annehmen, dass sich gerade Verkäufer, die auf die Touristen angewiesen sind, auch ein wenig auf diese einstellen. Fehlanzeige!

Damit war der “Wohlfühleffekt” schon mal etwas geschmälert. 


Wir haben dann einen Spaziergang durch Pointe á Pitre gemacht. Was uns dabei wirklich gut gefallen hat, waren die tollen Graffitis, die hier an den verfallenen Häuserwänden zu sehen waren.

Graffiti Pointe à Pitre Guadeloupe

Ich hab ja oben im Bericht schon mal zwei eingebaut. Ich muss zugeben, auch in Ermangelung anderer toller Bilder, da es einfach keine schönen Fotomotive gab hier in Pointe á Pitre – oder ich hab einfach keine gesehen.

Graffiti Pointe à Pitre Guadeloupe

Unterwegs haben wir einen kurzen Stopp im Café „Le Jardin“ eingelegt. Eigentlich ein nettes Plätzchen, aber irgendwie wollte kein Wohlbehagen aufkommen.

Gartencafe Le Jardin Pointe à Pitre

Von hier aus sind wir dann weiter durch die Stadt, an der Kathedrale vorbei bis runter zum Wasser.

Mole am Hafen Pointe à Pitre

An einer Stelle war die Uferbefestigung mit diesen schönen Muscheln eingefasst, die hier allerdings eher wie Abfall herumliegen.

Muscheln am Hafen Pointe à Pitre

Dieser Spaziergang, durch das wenig ansprechende Pointe à Pitre, hat uns dann auch relativ schnell wieder aufs Schiff zurückkehren lassen.


Vielleicht haben wir der Insel damit unrecht getan. Vielleicht eröffnet sich die Schönheit dieser Insel ja erst, wenn man mehr Zeit hat, an den entsprechenden Orten zu verweilen oder wenn man in der Lage ist mit den Menschen hier ohne sprachliche Barriere zu kommunizieren.

Wir konnten es leider nicht! Und wenn man auf einer solchen Karibik-Kreuzfahrt schon auf den schönsten Inseln war, deren Offenheit, Buntheit und erkennbare Lebensfreude erlebt hat, wird ungerechterweise wählerisch.

Es gibt auch hier tolle Strände, die man besuchen kann, aber nach noch einem weiteren Beach war uns heute nicht zumute. Einer der Strände, der häufig angefahren wird ist der „Plage de Grande Anse“. Wenn man sich aber eigehender mit Blogs zu Guadeloupe beschäftigt, findet man auch viele interessante Geheimtipps zu tollen anderen Stränden.


Persönliches Fazit: Während bei den ein oder anderen Inseln durchaus der Drang besteht, diese nochmals zu besuchen, kam dieses Gefühl bei Guadeloupe nicht auf. Weder bei Hans-Peter, noch bei mir!


Zurück auf dem Schiff haben wir heute mal ausgenutzt, dass alle anderen noch irgendwo auf der Insel unterwegs waren.

Denn damit war das Sonnendeck angenehm leer. Ausserdem haben wir bei der Gelegenheit mal die Saunalandschaft der AIDA Perla erkundet. Da heute ja ein “Hafentag” war, konnte man auch die Sauna recht günstig stundenweise buchen.

Normalerweise gibt es da nur Tageskarten für 29 Euro. Heute konnten man eine 3 Stunden Karte für 12,50 Euro bekommen, die haben wir dann auch komplett ausgenutzt.

Damit hatten wir sozusagen einen Wellnestag, was bei dem straffen “Island-Hopping” Programm auch mal ganz gut getan hat.


Morgen sind wir auf der Insel Dominica.


PS: Etwas, das wir erst zu einem späteren Zeitpunkt erfahren hatten war, dass  während unseren Aufendhalts auf Guadeloupe wohl auch mindestens ein Pärchen überfallen wurde und dabei Smartphone und Tasche entrissen wurden. Und einen bewaffneten Raubüberfall gab es außerdem in St. Lucia. Auf 

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