Grenada – die Muskatinsel

Ankunft in St. George‘s, Ausflug zum Seven Sisters Wasserfall, kurzer Abstecher zum „Grand Etang Forest Reserve“ und Badestopp am Strand „Grand Anse“

Pünktlich um 6.30 Uhr klingelt der Wecker. Das Schiff fährt zwar noch, aber man kann die Landschaft Grenadas schon vorbeiziehen sehen.

St. George‘s Hauptstadt von Grenada

Wir haben uns um 8.00 Uhr mit Ruben und Giuseppe im „East Restaurant“ zum zum Frühstück verabredet. Um 9.00 Uhr wollen wir los und die Insel erkunden, von der ca. 2/3 der gesamten Muskatnuss-Produktion stammt.

AIDA Perla am Pier von Grenada

Man könnte die grüne Insel Grenada damit durchaus als Gewürzinsel bezeichnen.

Welcome to Grenada

Am Pier angekommen haben wir erstamal nach einer Tour geschaut und uns für den Seven Sistern Waterfall entschieden, der im inneren von Grenada im Regenwald liegt.

25 Dollar pro Person erscheint uns ok und so buchen wir die Tour.

Mit unserem Fahrer, der Garfield heißt, geht es mit einem Van richting Inselmittelpunkt.

Da gerade Ende der Regenzeit ist, ist die Insel sehr grün. In der Trockenzeit von Februar bis Juni bzw. Juli kann alles sehr braun und trocken aussehen meint Garfield.

Nach gut 30 Minuten Fahrt, bei denen der höchste Punkt auf ca. 1910 Metern lag, erreichen wir den Startpunkt, von dem aus man zu den Seven Sisters Wasserfall aufbricht, der offiziell „St. Margaret“ Wasserfall heißt.

Eingang Seven Sisters Waterfall Grenada

Am Eingang zu dem Trail muss man noch ein kleines Eintrittsgeld entrichten in Höhe von 2 US, dafür darf man sich aber auch einen der Stöcke mitnehmen, die man auf dem schmalen und zum Teil rutschigen Pfad durchaus gebrauchen kann, zumal der Weg auch immer mal rauf und runter geht.

Warntafel am Eingang der Seven Sisters Waterfalls Grenada

Ein wichtiger Hinweis, steht übrigens auch noch hier am „Kassenhäuschen“, nämlich  „No Jumping In The Falls“! Wobei viele gerade deshalb hieher kommen, um einmal von dem Wasserfall in die Tiefe zu springen – aber dazu später mehr!

Trail zum Seven Sisters Waterfalls Grenada

Der Trail zum Wasserfall dauert etwa 30-40 Minuten und führt durch üppige Vegetation. Schon bald erreicht man den Bach, der durch den Pool des Wasserfalls gespeist wird. 

Bachlauf Seven Sisters Waterfalls Grenada

Wenn man ab und an mal anhält und sich umschaut, kann man sogar das ein oder andere Reptil ausmachen, das sich zwischen der grünen Vegetation versteckt, so wie hier ein junger Leguan im Geäst.

Junger Leguan am Trail zum Seven Sisters Waterfalls Grenada

Dieser kleine Kamerad hat sich jedenfalls gleich in perfekte in Fotopose begeben, inklusive passendem Hintergrund. Dabei behält mich das „Mini-Krokodil“ aber immer schön im Blick, damit ich ihm nicht zu nahe komme.

Kleine Echse am Trail zum Seven Sisters Waterfalls Grenada

Am Wasserfall angekommen, kann man sich im kalten Wasser erfrischen, welches den natürlichen Pool am Wasserfall füllt.

Einer der Seven Sisters Waterfalls Grenada

Ganz mutige können auch erwas verbotenes tun, nämlich oben vom Wasserfall ins Becken springen.

Wie gesagt, offiziell ist es nicht erlaubt und der Wasserfall sieht von oben noch viel höher aus … 10 Meter sind es bestimmt.

Wer sich aber über das Verbot hinwegsetzen möchte, der sollte vorher lieber einen der „Jumper“ konsultieren. Das sind die Jungs, die hier gegen einen kleinen Tipp in Ihre Tippbox von oben mit einem kleinen Salto herunterspringen.

Jumper-Tip-Box Seven Sisters Waterfalls Grenada

Die Jungs zeigen einem nämlich auch den Weg nach oben, der vielleicht genauso gefährlich ist, wie der Sprung selbst.

Zumindest bekommt man aber so den richtigen Absprung … und der sollte weit genug sein, denn die Felsen hat man gleich im Rücken.

Ich persönlich bin ja ein Mensch, der immer und überall die Gefahr wittert und deshalb kam das für mich nicht in Frage.

Ruben und Giuseppe haben dem Jumper jedenfalls jeder 5 US Dollar gegeben und er ist mit ihnen rauf.

Wow … sie sind tatsächlich gesprungen, auch wenn es einen Moment gedauert hat das Zittern der Beine unter Kontrolle zu bringen und den Sprung letztendlich zu wagen.

Wobei man sagen muss, wenn man schon mal oben ist, dann sollte man auch springen, denn der Weg zurück nach unten ohne Sprung ist mindestens genauso gefährlich.


Von den Wasserfallen aus sind wir noch zum Grand Etang Lake gefahren, wo man mitten im „Grand Etang Forest Reserve“ eine Blick von oben auf den Kratersee werfen kann.

Grand Etang Forest Reserve Grenada

Hier sind leider nochmal 2 US Dollar Eintritt zu bezahlen, die man sich eigentlich sparen kann. Am interessantesten fand ich noch den Belag mit dem die Wege hier „gepflastert“ waren, tausende Muskatnuss-Schalen, die beim darüberlaufen ein hohl-knirschendes Geräusch erzeugt haben.

Muskatnuss-Schalen am Grand Etang Forest Reserve Grenada

Alles was einen hier erwartet ist eine marode Aussichtsplattform am Ende eines 5-10 minütigen Trails, die wohl schon länger kaputt ist und somit abgesperrt. Wir sind trotzdem hochgeklettert, weil wir sehen wollten, was man hätte sehen können.

Panoramablick über den den Grand Etang Forest Reserve Grenada

Die Aussicht ist eigentlich ganz schön, aber dafür 2 US Dollar zu zahlen ist zu viel. Vor allem, weil alle weiteren „Attraktionen“ in eher schlechtem Zustand sind.

Die Pflanzen entlang des Trails, die mit Schildern der jeweiligen Art versehen sind, kann man kaum erkennen, da sie überhaupt nicht gepflegt sind und eher wie Unkraut aussehen. Zudem verrotten die Schilder mehr oder weniger vor sich hin.

Fazit: Wer diesen Besichtigunspunkt ausläßt hat nichts verpasst!

Wir sind dann von hier aus direkt zum schönen Strand „Grand Anse“ gefahren.

Strand Grand Anse Grenada

Eigentlich war das nicht Teil unsere Tour, aber wir haben Garfield jeweils 5 zusätzliche US Dollar angeboten und so hat er uns hierher gefahren und auf dem Parkplatz auf uns gewartet.

Der Beach von Grand Anse ist wirklich toll … ein langer weißer Sandstrand mit herrlich blauem Wasser. Von hier aus kann man im Hintergrund sogar unser Schiff am Pier liegen sehen.

AIDA Perla im Hintergrund des Strandes von Grand Anse Grenada

Witzigerweise waren wir genau an der Stelle, die auch auf der Postkarte abgebildet war, die man uns am Touristoffice in die Hand gedrückt hat.

Postkarte vom Grand Anse Grenada

Um kurz nach 15.00 Uhr haben wir uns wieder auf den Weg zum Schiff gemacht.

Ein kurzer Halt am Postoffice, um dir Karten auf den Weg zu bringen und schon waren wir wieder an Bord.

Am Abend haben wir dann noch Ruben und Giuseppe verabschiedet, die morgen wieder zurück nach Deutschland fliegen.

Bye bye Ruben und Giuseppe – AIDA Perla Grenada

Bye, bye Grenada!