Tauchparadies Bonaire

Inselrundfahrt im Norden Bonaires, 1000 Steps und Schnorcheln am Coco Beach.

Heute haben wir uns wieder mit Ruben und Giuseppe verabredet, um gemeinsam die Insel Bonaire zu erkunden. In der Regel spart man dabei immer ein bisschen Geld, wenn man sich den Transport teilt.

Taxischild Bonaire

Hier auf den Inseln ist es jedoch so, dass dies nur bei einer normalen Taxifahrt Sinn macht, bei der man den Preis des Taxis tatsächlich durch die Anzahl der Fahrgäste teilen kann. 

Da man hier meistens pro Person zahlt, lohnt es sich nicht wirklich und man kann auch einen Transport alleine nehmen. 

Es werden mehrere Touren über die Insel angeboten. Wir haben uns für die Nordtour entschieden, weil man uns gesagt hat, da könne man mehr vom Inneren der Insel kennenlernen.

25 US Dollar pro Person erschien uns auch nicht zu teuer, und so haben wir uns mit unserem Fahrer auf den Weg gemacht.

Unterwegs haben wir noch einen kleinen Stopp eingelegt, damit Hans-Peter sich eine Tauchmaske und einen Schnorchel holen konnte, denn es gibt hier auf den Inseln ja einiges unter Wasser zu entdecken.

Shop in Kralendijk Bonaire

Unser erstes Ziel war die Beachroad von Klarendijk, wo wir einen kleinen Stop am „Wishtree“ eingelegt haben, an dem die Menschen ihre gebrauchten Schuhe und Slippers hängen – das soll zumindest Glück bringen.

“Wishtree” Kralendijk Bonaire

Und so hängt der ganze Baum voll mit den Wünschen der Menschen von Bonaire. Ein Wunsch sollte dabei auf jeden Fall in Erfüllung gehen, nämlich weniger Plastikschuhe im Meer.

Schild am Wunschbaum Kralendijk Bonaire

Wenn man sich an dieser Stelle umdreht, dann schaut man übrigens auf diese skurile Wand aus alten Nummernschildern der unterschiedlichsten Länder.

Nummernschilder Bonaire

Es gibt immer mal wieder etwas Besonderes zu entdecken. Zum Beispiel die Art und Weise, wie hier auf der Insel mancherorts Zäune angelegt sind.

Dabei werden die typischen langen Kakteen der Insel an Drahtzäunen so gegeneinander gepflanzt, dass sie eine Kakteenwand erzeugen, durch die nicht mal Katzen schlüpfen können, meinte unser Fahrer und Tour Guide.

Kaktusmauer Bonaire

Wir sind dann weiter an der Küste entlang gefahren zu einem Punkt, an dem Treppenstufen die Steilküste hinunter führen, den sogenannten „1000 Steps“.

Den Treppeneingang kann man eigentlich gar nicht verfehlen, denn links und rechts neben der steinernen Treppe finden sich zwei gelbe Steine mit der Aufschrift „1000 Steps“.

1000 Steps Steinmarkierung Bonaire

Interessanterweise sind es aber gar keine tausend Stufen, wenn man hier den Weg bis hinunter zum Strand wählt.

1000 Steps Treppenaufgang Bonaire

Der Grund, warum man hier von 1000 Stufen spricht, hat mehr etwas mit einer Hauptbeschäftigung auf Bonaire zu tun, dem Tauchen. Denn auf der Insel wird sehr häufig direkt vom Strand aus getaucht, der hier an einer kleinen Steilküste liegt. Um dort hin zu gelangen, muss man also die paar Stufen zum Strand hinunter. Und das mit voller Tauchausrüstung.

Sich bei diesen Temperaturen, im schwarzen Neoprenanzug und mit Bleigurt und Pressluftflaschen ausgestattet hier herunter zu begeben – und vor allem später wieder rauf zu schleppen – lässt einen empfinden, 1000 Stufen bewältigt zu haben. Und genau daher kommt auch der Name – von den unzähligen Tauchern auf der Insel Bonaire.

Diese sind so allgegenwärtig, dass sie sogar ihre eigenen Verkehrsschilder haben.

„Achtung Taucher kreuzen die Straße“ bedeutet dieses Schild, dass einem allerorts an den Uferstraßen begegnet.

Achtung Taucher Bonaire

Ein weiteres Schild, das für uns eher ungewöhnlich ist, weist auf die “wilden” Esel hin, die man irgendwann mal als Haustiere verbannt und in die Freiheit entlassen hat.

Achtung Esel Bonaire
Achtung Esel Bonaire

Auf dem Rückweg Richtung Strand haben wir noch eine Stopp an diesem eher christlich geprägten Aussichtspunkt gemacht, dem sogenannten „Seru Largu“.

Seru Largu Bonaire

Letzter Punkt unseres Inselprogramms war heute ein Besuch am „Coco-Beach“, einem schönen Strand unweit von Kralendijk.

Wegweiser zum Coco Beach Bonaire

Dem Hinweisschild folgend war der Strand gleich um die Ecke.

Panorama Coco Beach Bonaire

Ich habe hier auch wieder ein paar Tests mit dem neuen Unterwassergehäuse fürs iPhone gemacht. Und ich muss sagen, der Kauf war eine gute Investition.

Coco Beach Shadow Bonaire

Auch wenn ich das Erste, was mir vor die Linse kam, zunächst nicht wirklich einordnen konnte 😉

Coco Beach Bojen-Reiter Bonaire

Wozu so Bojen doch gut sein können. Den Plattfisch hat es jedenfalls nicht gestört und so hat er „Augen oben auf“ seinen Weg über den Sand fortgesetzt.

Coco Beach Plattfisch Bonaire

Zum Tauchen auf der Insel war ja leider keine Zeit, aber selbst beim Schnorcheln an einem reinen Badestrand wie dem Coco Beach kann man schon einiges entdecken.

Junge Hornhechte Bonaire

Die Bewohner von Bonaire haben es schon seit geraumer Zeit verstanden, dass Ihnen der Schutz des Meeres auch in Zukunft eine große Einnahmequelle bewahrt, den (Tauch) Tourismus.

Deshalb versucht man hier auch vielerorts Korallen nachzuzüchten, was man auch unweit vom Coco Beach Unterwasser sehen kann.

Korallenkinderstube Bonaire
Geweihkorallen Bonaire

Wie wichtig es ist, etwas zu tun, um die Schönheit unseres Planeten zu erhalten, liegt auf der Hand. Dennoch sollten wir uns noch mehr engagieren, um die Menschen für solch gravierende Probleme wie die Vermüllung der Weltmeere  zu sensibilisieren. Eine kreative Idee zu diesem Thema ist die imposante Flamingo-Skulptur, die mahnend unweit des Cruise Terminals steht.

Flamingoskulptur Bonaire

Zurück an Bord haben wir den Tag langsam ausklingen lassen. Morgen sind wir dann auf der letzten der ABC Inseln – auf Aruba.